Der Preis

Inszenierter Ausstellungsabbruch

Via Lewandowsky (r.), Ex-LVZ-Geschäftsführer Bernd Radestock (2.v.l) und Ex-Chefredakteur Hartwig Hochstein (l.) 1995, Bildnachweis: Wolfgang Zeyen

Der Preis

Ist es Aufgabe einer Tageszeitung, Kunst und Kultur auch materiell zu fördern? Sollte sie sich nicht darauf beschränken, Kunst zu bewerten, über Kunst zu berichten und Tendenzen einzuordnen? Diese Fragen stellten sich 1994 zum 100. Geburtstag der Leipziger Volkszeitung die Geschäftsführung. Es wurde die Idee diskutiert, einen Kunstpreis auszuloben. Gerade in Zeiten knapper Etats für die kulturellen Institutionen entschied man sich für diesen Schritt und setzte damit ein Zeichen.

Der erste LVZ-Kunstpreis wurde 1995 verliehen. Im Zweijahres-Rhythmus wird er seitdem ausgelobt. Er besteht aus einer Ausstellung, der Finanzierung eines Katalogs und einem Preisgeld, das inzwischen bei 10.000 Euro liegt. Längst findet er bundesweite Beachtung. Für die Preisträger bedeutet er einen Meilenstein in ihrer künstlerischen Entwicklung, trug – wie etwa bei Neo Rauch – zu ihrem Erfolg in der nationalen und internationalen Kunstszene bei.