Owen Gump wird mit 11. Kunstpreis der LVZ ausgezeichnet

von Online Specials

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Karg sind seine Landschaften, steinig und still. Vor diesen Kulissen war der Blumenstrauß, den Owen Gump am Freitag aus den Händen von LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert im Museum der bildenden Künste in Leipzig erhielt, ein explosives Fest der Farben.

Leipzig. Karg sind seine Landschaften, steinig und still. Und wenn in ihnen etwas wächst, dann sind es dürre Bäumchen oder stachelige Agaven. Dagegen war der Blumenstrauß, den Owen Gump am Freitag aus den Händen von LVZ-Geschäftsführer Björn Steigert im Museum der bildenden Künste in Leipzig erhielt, ein explosives Fest der Farben. Der 1980 im kalifornischen Kentfield geborene Fotograf ist der 11. Kunstpreisträger der Leipziger Volkszeitung. „Owen, du hast den Preis mehr als verdient!“, sagte Steigert. Und Gump fühlt sich einfach nur „supergut, wenn ich sehe, dass sich die sechs Monate Arbeit für diese Ausstellung gelohnt haben“.

Mancher Kunstfreund sei dem Reflex erlegen, der LVZ-Kunstpreis sei eine Auszeichnung für einen Absolventen mit ausgeprägtem Stallgeruch der hiesigen Akademie und dies im Fach der Malerei, sagt Museumsdirektor Hans-Werner Schmidt in seiner Rede. Lasse man jedoch die bisherigen Preisträger Revue passieren, werde man eines anderen belehrt. „Mit Owen Gump wird 2015 wieder eine fotografische Position gewürdigt. Somit spiegelt der Kunstpreis der Leipziger Volkszeitung die lebendige und sehr differenziert agierende Leipziger Kunstszene wider und huldigt nicht einem Label“, betont Schmidt, der dann noch den Versprecher des Abends liefert: „Ich danke der Leipziger Kunstzeitung“, sagt er und meint die LVZ. Aber: „Ich stehe voll und ganz zu diesem Versprecher.“ Lachen, Applaus. Das kann man an diesem Abend ruhig mal stehen lassen.

Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
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Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis
Impression von der Ausstellungseröffnung zum 11. LVZ-Kunstpreis


Leipzigs Kulturbürgermeister Michael Faber spricht in Bezug auf die Auszeichnung von einer „glücklich andauernden Vermählung“ von Kunst und Medien. „Beide treffen das gleiche Ziel: Mitteilung zu geben von der Welt mit der Stimme eines Einzelnen.“ Faber schließt mit einem Zitat von Stendhal, das auch über die Gumps Fotos spricht: „Ich kann die Wirklichkeit des Geschehenen nicht darstellen, ich kann nur seinen Schatten zeigen.“

Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung ist mit einer Ausstellung und einem begleitenden Katalog verbunden. „El Niño“ steht über beiden. Das Wetterphänomen, das ausgehend von einer Erhöhung der Wassertemperatur im äquatornahen Pazifik Unwetter und Dürren auslöst, soll in diesem Winter weltweit für Extremwetter sorgen. In Leipzig hielt der Himmel am Freitagabend aber erstmal still.

Owen Gump, der unter anderem in Leipzig studierte und in Berlin lebt, ist kein Klimaforscher, er sucht nicht das Pittoreske, wenn er in Kalifornien und Nevada unterwegs ist. Gump dokumentiert Einschreibungen, Veränderungen. Manchmal auch feindliche Übernahmen. Martin Engler, Sammlungsleiter für Gegenwartskunst im Frankfurter Städel Museum und Mitglied der diesjährigen LVZ-Kunstpreis-Jury, sagte in seiner Laudatio über die Arbeit Gumps, den er vorgeschlagen hatte: „Menschen spielen keine Rolle. Es geht um die Schönheit der Natur und ihre Abseiten.“ Doch die große Geste wolle sich bei aller Schönheit nicht einstellen. „Sie wird berufen und ist zugleich nur möglich, als gebrochene, eine die im Pathos immer auch dessen Gegenteil mitdenkt.“

„El Niño“ ist bis zum 28. Februar 2016 im Museum der bildenden Künste in Leipzig (Katharinenstraße 10) zu sehen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.11.2015

Text: Jürgen Kleindienst
Fotos: Regina Katzer

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